Antike königlich-deutsche Haube, Potsdam, ca. 1880

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Hauben mit eindeutigem Deutschlandbezug sind zunehmend seltener geworden, und dieses Exemplar ist besonders bemerkenswert. Es stammt aus Potsdam, einer der wichtigsten Nebenresidenzen des preußischen Königshauses und später des deutschen Kaiserhauses. Noch seltener sind Stücke, die der Überlieferung nach aus dem kaiserlichen Hofumfeld stammen. Diese Haube soll einer Hofdame der Kaiserin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, der Gemahlin von Kaiser Wilhelm I., gehört haben.

Um 1880 residierte Wilhelm I. häufig in Potsdam, das ihm als bevorzugter Aufenthaltsort und zentrale Bühne des preußischen Hoflebens im späten 19. Jahrhundert diente.

Die Haube ist aus Crêpe de Chine gefertigt, mit einem auf Papier gedruckten Herstelleretikett auf der Innenseite und einem Kinnriemen mit einer großen Schleife. Für ihr Alter ist sie in sehr gutem Zustand erhalten, was sie zu einem seltenen und begehrenswerten Beispiel königlich-verbundener deutscher Hutmacherei macht.