Taillenmieder (Jumps) für Damen aus der Regency-Zeit, ca. 1795–1800 – Mode des frühen 19. Jahrhunderts
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Diese seltenen Regency Damen Jumps oder Westen aus der Zeit um 1795–1800 stellen ein wichtiges Übergangsunterkleid zwischen den strukturierten Korsetts des 18. Jahrhunderts und den weicheren Silhouetten der frühen neoklassizistischen Mode dar. Jumps waren deutlich weniger oder manchmal auch gar nicht versteift als traditionelle Korsetts. Sie boten eine sanfte Brustunterstützung, ohne den Oberkörper in den starren Kegel zu formen, der für frühere Moden typisch war. Da sie sich vorne schließen ließen, waren sie für eine Frau viel einfacher selbst an- und auszuziehen.
Ursprünglich zu Beginn des 18. Jahrhunderts als informelle Kleidung getragen, blieben Jumps das ganze Jahrhundert über als bequeme Alternative zu Korsetts beliebt. Ihre Verwendung nahm gegen Ende des Jahrhunderts dramatisch zu, als sich die Mode von aufwendigen Rokoko-Stilen zu den weichen, fließenden Linien der Regency- und Directoire-Perioden verlagerte. Als Jumps an Popularität gewannen, begannen sich andere weiche Unterkleider – allen voran das frühe Korsett – parallel dazu zu entwickeln.
Dieses außergewöhnlich gut erhaltene Exemplar ist aus brauner Brokatseide mit einem Blumenmotiv gefertigt. Es verfügt über einen vorderen Knopfverschluss (die Knöpfe wurden ersetzt) und behält seine elegante, leicht strukturierte Form bei. Das Kleidungsstück befindet sich in sehr gutem Zustand, mit nur minimalen Altersspuren. Abgebildete Dekorationsartikel (Bluse und Schmuck) sind nicht im Lieferumfang enthalten.
Als kleine Größe ist dieses Stück ein seltenes und wertvolles Überbleibsel aus dem späten 18. Jahrhundert – sehr begehrt bei Sammlern von Regency-Mode, historischen Unterkleidern und museumsreifen Textilien.