Seltener Spencer aus der Zeit des Directoire, Frankreich ca. 1795 – Frühe neoklassische Mode
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Während der Direktoriumszeit (1795–1799) – der letzten Phase der Französischen Revolution – blühte die neoklassizistische Mode in Frankreich auf. Inspiriert von den jüngsten archäologischen Entdeckungen in Pompeji und Herculaneum übernahmen Frauen leichte, fließende Chemisenkleider mit hoher Taille, oft ergänzt durch kurze Jacken, die als Spencers bekannt sind. Das vorliegende Exemplar ist ein außergewöhnlich seltenes erhaltenes Kleidungsstück aus dieser Ära.
Dieser Direktorium-Seidenspencer, datiert auf ca. 1795–1800 und aus Frankreich stammend, besteht aus zarter hellrosa Seide mit einem subtilen Blumenmotiv. Er hat einen halbkreisförmigen Ausschnitt, der mit einer Kordel gerafft werden kann, und einen fein gerüschten Brustbereich, charakteristisch für die sogenannte Round Gown-Silhouette. Die dreiviertelärmel sind mit Spitze verziert, was eine für die neoklassizistische Mode des späten 18. Jahrhunderts typische Raffinesse hinzufügt. Ein länglicher Rückenschnitt sorgt für zusätzliche Formgebung.
Innen enthält der Spencer einen antiken Leinen-„Büstenhalter“, und das gesamte Kleidungsstück ist mit Leinen gefüttert, was die Konstruktionstechniken der Zeit widerspiegelt. Trotz seines Alters ist es in ausgezeichnetem Zustand erhalten, mit nur wenigen winzigen Löchern – bemerkenswert minimal für ein Textil aus der Direktoriumszeit. Die auf den Fotos gezeigten dekorativen Accessoires sind nicht enthalten.
Kleidungsstücke aus der Direktoriumszeit sind extrem selten, was dieses Stück zu einer bedeutenden Erwerbung für Sammler von französischer Mode des 18. Jahrhunderts, neoklassizistischen Textilien und historischer Kleidung in Museumsqualität macht.