OPPERMANN Antike Abendsschuhe aus lila Leder, Berlin, ca. 1867-1870

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Diese außergewöhnlichen lila Seidenschuhe aus der Zeit um 1867–1870 verfügen über eine außergewöhnliche und vollständig nachvollziehbare königliche und Sammlerprovenienz. Ihre Geschichte beginnt mit Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau (1797–1881), Prinz der Niederlande, und seiner Frau Luise Auguste von Hohenzollern (1808–1870), Prinzessin von Preußen. Ihre Tochter, Wilhelmine Friederike Alexandrine Anna Luise Marie von Oranien-Nassau (1841–1910), heiratete Wilhelm Adolph Maximilian Carl zu Wied, den 5. Fürsten zu Wied.

Zu ihren Nachkommen gehörte Wilhelmine Friederike Auguste Alexandrine Marie Elisabeth Luise zu Wied (1880–1965). Zwei Jahre nach ihrem Tod wurden diese Schuhe zusammen mit anderen Kleidungsstücken und Accessoires aus ihrem Nachlass bei Christie’s versteigert. Sie wurden am 11. Juli 1967 von der renommierten Sammlerin Doris Langley Moore (1902–1989) erworben – einer der einflussreichsten privaten Sammlerinnen historischer Kleidung und Gründerin des Fashion Museum in Bath (gegr. 1963).

Aus Langley Moores Sammlung gelangten die Schuhe später in das berühmte Archiv von Helen Larson, der in Kalifornien ansässigen Sammlerin, Historikerin und Kostümexpertin, deren Bestände in großen Ausstellungen weltweit gezeigt wurden. Teile der Larson Collection wurden am 1. April 2018 versteigert, wodurch diese exquisiten Schuhe wieder auftauchten.

Die Schuhe selbst sind ein seltenes und raffiniertes Beispiel für luxuriöses Schuhwerk des mittleren Viktorianischen Zeitalters. Aus außergewöhnlicher lila Seide gefertigt, verfügen sie über einen offenen Rist, zwei passende Seidenschleifen und ein helles Lederfutter. Das originale Herstelleretikett lautet: „Oppermann & Co. * 60 Unter den Linden 60 * Berlin“, der vollständige Name lautet „Schuh- und Stiefelfabrik für Damen und Herren“. Leider sind, wie bei vielen Ateliers des 19. Jahrhunderts, keine weiteren Dokumentationen von Oppermann & Co. erhalten geblieben.

Die Schuhe sind in ausgezeichnetem Zustand, mit nur einem kleinen Defekt an der Seite – bemerkenswert für ihr Alter und das empfindliche Material. Ihre Provenienz lässt vermuten, dass sie entweder von Luise Auguste, Prinzessin von Preußen, oder von Luise Marie von Oranien-Nassau getragen wurden, was sie zu einem Objekt sowohl historischer als auch aristokratischer Bedeutung macht.

Eine seltene Gelegenheit, museumsreifes Schuhwerk mit dokumentierter königlicher Abstammung und einer angesehenen Besitzkette durch drei der wichtigsten Sammler historischer Kleidung zu erwerben.