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Spenzer, München, ca. 1840-1845

Biedermeier Spenzer, München, ca. 1840-1845

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Sehr schöner Spenzer aus der späten Biedermeierzeit, ca. 1840-1845. Herkunftsort: München. Beim Spenzer handelt es sich überbegrifflich um eine Schoßjacke, die als zentrales Element der bürgerlich-städtischen Mode im 19. Jahrhundert eine große Rolle gespielt hat. Wie jede Modeerscheinung, so ist auch der Spenzer vielfältigen Veränderungen unterworfen. Der Spenzer ist als hochmodisches Gewandteil bewusst auch als äußerliches (modisches) Abgrenzungsmerkmal zum bäuerlich-ländlichen Kleidungsverhalten getragen worden. Ähnlich wie Adel, Klerus und Militär erschuf sich das Bürgertum eine eigene augenfällige Erscheinungsform, die im geschaffenen Wohlstand einen gemeinsamen Nenner fand. Diese Wohlhabenheit, die durchaus eine Grundvoraussetzung für das Auftreten der kostenintensiven Bürgerinnentracht war, findet sich in der Haupt- und Residenzstadt München (1806 wird das Königreich Bayern gegründet) über kleinere Städte bis hin zu Märkten, die affin zu München ihren Blick eben dorthin richteten.
Dieser Spenzer stammt ungefähr aus den Jahren 1840-1845. Um 1840 begann man, Rosshaar (franz. crin) in die leinen (franz. lin) Unterrockstoffe einzunähen. Die „Crin-o-lin“ bzw. die Krinoline war erfunden. 1856 kam dann die preisgünstige Krinoline aus flexiblen Stahlreifen auf den Markt. Diese veränderte nachhaltig die Taillen- und Rockproportionen. Diese wiederum veränderten in Folge die Jackenformen. Dieser Spenzer weist jedoch noch eine leichte Taillenerhöhung auf (d.h. der Spenzer wurde nicht zu einem Krinolinen-Kleid getragen). Der Ausschnitt vorne ist eckig bis kantig. Rückwärts läuft der Ausschnitt spitz zu. Um den Ausschnitt ist ein flacher Dekor angebracht. Es sind gedrehte Oberstoffstreifen und eine schwarze Tüllrüsche, die die Auszier bilden. Dabei werden die Farben der Seide Ton in Ton aufgenommen: dunkelbraun und braun. Die Seide ist quergestreift mit kleinen brochierten orangefarbenen Kreuzen, die Musterung kräftig. Haken- und Ösenverschluss unter angeschnittenem Übertritt links über rechts. Torso fast gänzlich mit Kartoneinlage verstärkt. Innen mit hellem Baumwollchintz abgefüttert. Hinten vierlagiges Bäuscherl. Dicht gereihte Armkugeln. Lange Gigotarmel, die an den Ärmelenden mit je drei Knöpfen geschlossen werden. Für das Alter: Sehr guter bis exzellenter Erhaltungszustand. Die Dekoration ist nicht inbegriffen.

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Preis: 850 Euro

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